KoR vom 02.04.2012, Heft 04, Seite 170 - 177
Führt der Re-Exposure Draft ED/2011/6 zu gravierenden Änderungen der Umsatzrealisierung oder wird der Berg eine Maus gebären?
Eine branchenspezifische Analyse bevorstehenden Anpassungsbedarfs auf Basis des gegenwärtigen Diskussionsstands (Teil 2) (Fortsetzung von KoR 2012 S. 113)
Der Beitrag widmet sich dem in der Unternehmenspraxis zukünftig zu erwartenden Anpassungsbedarf aufgrund des im November 2011 vom IASB veröffentlichten Re-Exposure-Draft ED/2011/6 "Revenue from Contracts with Customers". Im zweiten Teil des Beitrags werden die erwarteten Auswirkungen für weitere besonders betroffene Branchen dargestellt.
Gliederung
| V. | Einleitung zu Teil 2 |
| VI. | Reflexion branchenspezifischer Problemfelder de lege ferenda - Fortsetzung |
| | 1. | Unterhaltung und Medien |
| | 2. | Bauwirtschaft sowie Anlagen- und Maschinenbau |
| | 3. | Automobilindustrie und Luftfahrt |
| | 4. | Einzelhandel und Konsumgüter |
| | 5. | Immobilienwirtschaft |
| | 6. | Pharma / BioTech |
| | 7. | Dienstleistungen |
| VII. | Kritische Reflexion und Zusammenfassung |
Einleitung zu Teil 2
Der vorliegende Beitrag widmet sich ganz dem in der Unternehmenspraxis zukünftig zu erwartenden Anpassungsbedarf aufgrund des kürzlich vom IASB veröffentlichten Re-Exposure-Draft ED/2011/6 "Revenue from Contracts with Customers". Er soll die in der Fachdiskussion aktuell zumeist kontrovers diskutierte Frage beantworten, ob die Anwendung der neuen Vorschläge künftig zu einschneidenden und nachhaltigen Auswirkungen im Rahmen der Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards sowie in der Folge zu Anpassungen von Prozessen und Systemlandschaften in der Unternehmenswelt führen können, oder, ob insgesamt nur unwesentliche Auswirkungen zu erwarten sind. Zur wissenschaftlich fundierten Beantwortung dieser Fragestellung sollen insgesamt neun nach fest vorgegebenen Kriterien bewusst ausgewählte Branchen einer Kurzreflexion unterzogen und potenzieller Anpassungsbedarf identifiziert werden. Im ersten Teil dieses Beitrags wurden bereits die Branchen Telekommunikation und Software eingehend analysiert. Als Zwischenfazit war zu konstatieren, dass in diesen beiden Branchen vor allem aufgrund der hier typischerweise vorzufindenden Mehrkomponentenverträge eine Vielzahl von einschneidenden Veränderungen zu erwarten sind und es sich bei den konzeptionellen Änderungen keineswegs lediglich um "alten Wein in neuen Schläuchen" handelt. Die branchenspezifische Analyse des potenziellen Anpassungsbedarfs der Umsatzrealisierung auf Basis des gegenwärtigen Diskussionsstands von ED/2011/6 wird im folgenden Abschn. VI. fortgesetzt.
WP Andreas Grote ist Partner der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in Eschborn/Frankfurt. WP Christiane Hold ist Senior Manager bei der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in München. Beide arbeiten im Bereich Financial Accounting Advisory Services und befassen sich schwerpunktmäßig mit Fragen der Umsatzrealisierung.
WP/StB/CPA Prof. Dr. Jochen Pilhofer ist Professor an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes in Saarbrücken (Professur für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und betriebliches Rechnungswesen).
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