KoR vom 02.04.2012, Heft 04, Seite 205 - 214
Konzerninterne Restrukturierungen: Exemplifiziert am sog. "Umhängen" einer Beteiligung im mehrstufigen Konzern
Eine Fallstudie zur Konsolidierungstechnik nach HGB und IFRS (Teil 1)
Auf der Basis einer Vielzahl unterschiedlichster Motive haben sog. Anteilsübertragungen innerhalb eines Konzernverbunds eine große praktische Bedeutung erlangt. Vor diesem Hintergrund illustriert die Fallstudie anhand eines ausgewählten Konsolidierungsbeipiels, wie komplex und vielschichtig sich das sog. "Umhängen" einer Beteiligung unter Berücksichtigung einer Mehrperiodenbetrachtung speziell im Fall geänderter Konzernanteilsverhältnisse tatsächlich darbietet.
Gliederung
| I. | Einleitung |
| II. | Konzeptionelle Grundlagen |
| | 1. | Bilanzierung auf Gesamtkonzernebene (HGB/IFRS): Maßgeblichkeit des Einheitsgrundsatzes |
| | 2. | Bilanzierung auf teilkonsolidierter Ebene: common control vs. separate reporting entity approach |
| III. | Rahmendaten der Fallstudie |
| | 1. | Sachverhalt/Aufgabenstellung |
| | 2. | Ausgangssituation - Erstkonsolidierungszeitpunkt: 01.01.t1 |
| IV. | Folgekonsolidierung nach HGB (31.12.t5) |
| | 1. | Erstellung der Teilkonzernbilanz der Equaton GmbH |
| | 2. | Sukzessivkonsolidierung der Equaton GmbH auf die Nordstar AG |
| | 3. | Erstellung der Teilkonzernbilanz der Ikarus SE |
| | 4. | Erstellung der (Gesamt-)Konzernbilanz der Nordstar AG |
| V. | Zusammenfassung zu Teil 1 |
Einleitung
Regelmäßig hervorgerufen durch eine Vielzahl unterschiedlichster Motive haben sog. Anteilsübertragungen innerhalb eines Konzernverbunds derweil eine große praktische Bedeutung erlangt. Charakterisiert als gleichsam "unverzichtbares Mittel" in Bezug auf die "[(Neu-)]Formierung der konzerninternen Beteiligungsketten zur klareren Leitungs- und Kompetenzabgrenzung im Konzern", birgt diese gesamte (facettenreiche) Materie mit Verweyen nicht nur ein "immenses steuerliches Beratungspotenzial", sondern stellt zugleich auch die Rechnungslegungspraxis vor große Herausforderungen. Dafür wiederum ursächlich ist die Tatsache, dass es zumindest diesbezüglich noch immer an eindeutigen gesetz- (HGB) bzw. normgeberischen (IFRS) Vorgaben mangelt, weshalb deren konkrete Berücksichtigung im (teil-)konsolidierten Abschluss weitestgehend unbestimmt verbleibt.
Vor diesem Hintergrund illustriert der vorliegende (zweigeteilte) Beitrag - stellvertretend für die Vielzahl an existierenden Umwandlungsarten - anhand eines ausgewählten Konsolidierungsbeipiels, wie komplex und vielschichtig sich das sog. (teilkonzerngrenzenübergreifende) "Umhängen" einer Beteiligung unter Berücksichtigung einer Mehrperiodenbetrachtung speziell im Fall geänderter Konzernanteilsverhältnisse tatsächlich darbietet. Dem vorangestellt soll ein kurzer Überblick darüber gegeben werden, welche Anforderungen bzw. Grundsätze es jeweils zu beachten gilt, um das verbundinterne Umpositionieren einzelner (Konzern-)Beteiligungen kapitalkonsolidierungstechnisch sachgerecht abbilden zu können. Dabei gilt es hinsichtlich der konzernbilanziellen Implikationen - wie nachfolgend dargelegt - zwei Betrachtungsebenen strikt voneinander zu trennen.
Dipl.-Kfm. Dr. Peter Küting, Köln (Kontakt: peter.kueting@t-online.de).
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